My First #diy Business Costume






Mein erstes Projekt im Neuen Jahr!! Um mich selbst aus meiner üblichen Comfort 
Zone (Kleider) einmal herauszulocken, habe ich bei meiner Nähplanung 
beschlossen, dass mein erstes Projekt 2017 ein Kostüm wird. Etwas ganz 
untypisches für mich....als ich im letzten Jahr zu einem Bewerbungsgespräch
gehen sollte, stellte ich nach einem Blick in den Schrank fest: Mmmmhhh.....
es gibt weder Blazer, noch Bluse noch irgendetwas, das ich anziehen könnte....!!!!

Ziemlich entsetzt hat sich das in meinem Hinterkopf eingenistet und nun dachte 
ich, dass es an der Zeit sei, diese Tatsache mal zu ändern:o) Und es hat mir schon 
recht viel abverlangt, da es viel länger gedauert hat als meine üblichen 
Projekte, die ich oft an einem Tag fertig bekomme....

Eine Bluse habe ich immer noch nicht, deshalb habe ich lediglich ein Hemdchen 
untergezogen, das auch ganz gut passt. Dazu trage ich meine roten Lieblingsschuhe
und eine kleine Tasche von Tory Burch. Wenn Ihr Näheres zum Schnitt, meiner
Bewertung etc. wissen wollt, könnt Ihr das gerne weiter unten nachlesen:o)

Verwendete Schnitte: 

(Verlinkt zu Rums & Social Sew)












Blazer & Skirt: DIY // Shirt: Tchibo // Bag: Tory Burch // Shoes: Stuart Weitzman
Necklace: Vintage 

Stoffauswahl:

Im Heft war das Kostüm mit einem melierten grauen Wollstoff genäht, doch da ich
keinen neuen Stoff, sondern mal ein bisschen Stoffabbau betreiben wollte, 
musste ich mich ein bisschen danach richten, wovon ich noch genug zu Hause
hatte. Und das war eben dieser Baumwollstretchstoff, den ich im letzten Sommer
bei Stoff & Stil gekauft habe. Ich wusste nie, was genau ich daraus nähen 
möchte, doch das Kostüm finde ich nun sehr passend, auch wenn es eher 
ein Sommerkostüm ist. So ganz super war die Wahl (mal wieder, haha;o) nicht,
da der Stoff hinten am Godet etwas zu steif ist, das müsste eigentlich weicher fallen
das Ganze...Verbraucht habe ich 2,5m für Rock und Blazer.

Was mag ich an dem Schnitt?

An beiden Schnitten gibt es mehrere Sachen, die mir sehr gut gefallen. Da ist
zum Einen natürlich der Schnitt des Rockes. Die verschiedenen Teile sind so 
gesetzt, dass durch die Nahtführung der Allerwerteste schön betont wird und 
der Godet ist zwar eher ungewöhnlich, doch ich mag es gerne, mal ein 
bisschen Abwechslung zum normalen Bleistiftrock zu haben. 

Auch die Falten, die man vorne oben am Rock sieht, finde ich raffiniert. Hat man 
etwas drüber, sieht man sie gar nicht, aber solche kleinen Details machen 
das Ganze irgendwie besonders:o) Zudem finde ich es sehr angenehm, dass
der Rock ohne Bund auskommt. Der Futterrock wird innen einfach an den Besatz
genäht. 

Bei dem Blazer gibt es ebenfalls vieles, das ich sehr schön finde. Die enge Taille 
gefällt mir sehr mit den ausgestellten Peplum-Teilen. Den besonderen Besatz 
ohne das typische Revers finde ich auch spannend.




Was gefällt mir nicht so?

Das ganze Kostüm fällt eher klein aus. Ich habe meine normale Größe genäht, 
die ich immer habe, aber das ganze ist schon eher eng. Ich finde es ok, aber
an manchen Stellen entstehen dann so unschöne Falten, das mag ich 
eigentlich nicht so. Und da ich nie die Geduld für Probeteile habe, ist es nun 
eben so...

Was mir am Schnitt des Blazers nicht so gefällt sind die Abnäher oben an den
Ärmeln. Das finde ich irgendwie überflüssig und lässt auch unschöne Falten 
entstehen. Das sieht man auch im Heft an dem Model, dass am Arm Falten 
sind, die da eigentlich nicht hingehören. Oder ist sowas normal? Ich kenne
mich mit Blazern ja (noch nicht) so gut aus;o)

Bei der Anleitung des Rockes gibt es eine Stelle, an der ich mich ziemlich geärgert
habe. Hinten, wo der Godet an die oberen Teile genäht wird, steht, dass man 
nicht ganz bis zur Spitze nähen soll. Das habe ich dann auch nicht gemacht, aber 
das Ganze wird danach kein Mal mehr erwähnt in der Anleitung, so dass man 
irgendwann denkt: Huch? Was passiert jetzt damit? Soll das so bleiben?
Mit Loch drin? Sowas finde ich immer recht ärgerlich, da ich Burda sonst sehr 
gerne mag. Ich hab das dann einfach so zugenäht, wie ich eben dachte. 

Weggelassen habe ich den Bindegürtel. Da das Ganze eher klein ausfällt, 
ist der Gürtel auch völlig überflüssig, da der Blazer eh nicht richtig zugeht. 




Was habe ich Neues gelernt?

Für mich war das Ganze eine ziemliche Herausforderung. Bzw. der Blazer. 
Beim Rock gab es jetzt nichts Neues zu lernen. Beim Blazer habe ich das erste
Mal Schulterpolster eingenäht und ich denke tatsächlich, dass der Blazer damit
besser sitzt als ohne. Was gab es sonst an Neuem? Überhaupt einen
Blazer zu nähen!! Bisher habe ich noch nie einen richtigen Blazer genäht 
und gerade beim Futter muss man ja doch viel mit der Hand annähen...

Mein Fazit:

Puh!!! Das hat meine Geduld echt gefordert. Mit der Verarbeitung des Futters 
bin ich auch nicht so ganz zufrieden, da meldet sich mein Perfektionismus.
Ich denke, ich muss bald nochmal einen Blazer nähen, da ich 
besser werden möchte. Auch Handstiche muss ich mir nochmal ordentlich 
anschauen. Ich habe das Gefühl, dass ich einfach drauflosnähe, ohne 
wirklich zu wissen, wie die verschiedenen Stiche eigentlich aussehen...

Vom Schwierigkeitsgrad her bekommt das Ganze von mir schon die
höchste Punktzahl 4. Es gibt so super viele Teile und für Sachen wie
Godet einnähen oder das Futter ordentlich einzunähen braucht man
schon Erfahrung. Also eher ein Projekt für Fortgeschrittene...
Aber wer auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Schnitt ist
und viel Geduld mitbringt, für den ist dies genau das richtige;o)








*Dieser Post enthält Affiliate Links.

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